Über das Recht der Freifrauen

Mein Recht zu gehen, wie ich gehen will,
Mein Recht zu stehen, wie ich stehen will,
Mein Recht zu leben wie ich leben will…
Mein Recht zu lieben, wie ich lieben will….
Mein Recht Fisch zu essen, auch um 3 Uhr früh…

Mein Recht zu geben, wann ich geben will.

Mein Liebe, meine Freiheit, meine Willenskraft
Meine Stimme, meine Atmung und mein Lebenssaft
Meine Kraft und meine Stärke und mein 5. Sinn.

Das alles will ich teilen, das alles will gesehen
Das alles will sich schaffen, mit dem Schöpfersinn
Das alles will sich zeigen, ganz neu in mir…
Das alles will jetzt wachsen, ganz leis in mir…
Das alles will jetzt heilen, ganz tief in mir…
Das alles darf sich zeigen, wann immer es will!
Bin geboren, um zu wachsen, um zu schmelzen, um zu tun
Bin geboren, um zu wissen, um zu führen, um zu ruhen.
Meine Größe ist verschwunden, niemand kann sie jetzt sehen,
meine Größe ist versunken in tiefer Tauchstation…
Mein Herz ist noch ganz klein, und möchte getragen sein
Mein Schmerz ist voll von Weisheit und von altem Sein
Mein Bauch ist voller Wunder, kann gebären, kann verstehen…
Mein Sein ist tief im Wachsen, mein Sein ist hoch im Stehen,
mein Sein ist unbegreiflich…voller Wunder, voller Gehen!
Mein Verschwinden in der Welt ist voll von Altem,
doch es zeigt sich schon das Neue
Will leben, will heilen, will tanzen, will lachen, will singen, will frei sein
Will fühlen, will spüren, will berühren, will weinen, allein und auch gemeinsam!
Will teilen, will feiern, will die Füße weich im warmen Moos
Will die Hände in die Höhe strecken, gegen Himmel gegen Blau
Will spüren wieder das echte Leben, voll von Wundern, voll von Fülle
Im Austausch mit dem Dasein, im Austausch mit den andren…
Menschen brauchen Menschen,
Dasein braucht Vielfalt!
Dasein braucht Geduld!
Dasein braucht Würde, Dasein braucht Form!
Gestaltet sich neu im Frühling die Form, gestaltet sich neu im Frühling der Geist!
Gestaltet sich neu die Verbindung ins Unendliche,
gestaltet sich neu die Verbindung ins eigene Königreich!

Das Eigene

Das Eigene wurde an die Wand gedrückt…klatsch, da liegt es nun!
Das Eigene wurde übersehen….pffff…ich grab es wieder aus – Schicht für Schicht!
Das Eigene wurde eingezwängt, in Rollenklischees, Bilder und Einkastelungen!

Ich grab mich durch, ich grab mich um, ich grab mich aus!

Das Eigene wurde kaltgemacht, ruhiggestellt, überhört und niedergedrückt…

Ich lass es wieder zu, ich lass mich wieder ein, ich lass es sein!

Das Eigene wurde überfahren, konnte nur außerhalb existieren…

Ich fang mich wieder ein, fang den Tanz mit dem Schatten wieder an!

Das Eigene hatte keine Lebensberechtigung, und wenn dann nur in Ausschnitten!

Ich bin die, die mich will, so wie ich bin, in hundert Varianten…

Mal im Dreiviertel, mal im falschen Rhythmus, mal im Takt!

Ich bin die, die gestalten will, die formen will, die leben will

Das Eigene fühlt sich manchmal klein und schwach…

Ich bin die, die wirken will – im eignen Ausdruck der Kraft…

Das Eigene möchte auch mal in Ruhe gelassen werden,

Ich bin die, die träumen, spinnen, weben will…

Das Eigene wurde niedergerungen, konnte sich nur wehren, kämpfen, strampeln.

Ich bin die, die zulassen und heilen möchte, im Sinne der eigenen Ganzheit!